In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben I. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.

IBAN

Die IBAN ist die internationale Kontonummer. Sie wird im Zahlungsverkehr verwendet, um ein Bankkonto eindeutig zu identifizieren und Überweisungen korrekt zuzuordnen.

Identifikation

Identifikation bezeichnet die eindeutige Feststellung der Identität einer Person, eines Unternehmens oder eines Geschäftspartners.

Identitätsprüfung

Bei einer Identitätsprüfung wird kontrolliert, ob die angegebenen persönlichen oder unternehmerischen Daten tatsächlich zu einer bestimmten Person oder Organisation gehören.

Import

Import bezeichnet die Einfuhr von Waren oder Dienstleistungen aus dem Ausland in das eigene Land. Unternehmen importieren beispielsweise Rohstoffe, Handelswaren oder Maschinen.

Importabgaben

Importabgaben sind Abgaben, die bei der Einfuhr von Waren entstehen können. Dazu gehören unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Zölle, Einfuhrumsatzsteuer oder weitere Abgaben.

Importeur

Ein Importeur ist ein Unternehmen oder eine Person, die Waren aus dem Ausland einführt und im Inland anbietet, verarbeitet oder weiterverkauft.

Index

Ein Index ist eine Kennzahl, mit der die Entwicklung bestimmter Werte über einen Zeitraum dargestellt wird. Beispiele sind Preis-, Aktien- oder Kostenindizes.

Indexierung

Indexierung bezeichnet die Anpassung eines Betrags an die Entwicklung eines bestimmten Indexes. Sie wird beispielsweise bei Mietverträgen, Preisen oder Vergütungen verwendet.

Inflation

Inflation bezeichnet einen anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Dadurch sinkt die Kaufkraft des Geldes, sodass mit einem festen Geldbetrag weniger Waren und Dienstleistungen gekauft werden können.

Informationspflicht

Eine Informationspflicht verpflichtet eine Vertragspartei, Behörde oder ein Unternehmen dazu, bestimmte Informationen rechtzeitig und vollständig bereitzustellen.

Inkasso

Inkasso bezeichnet den Einzug offener Forderungen. Unternehmen können das Forderungsmanagement selbst übernehmen oder ein Inkassounternehmen damit beauftragen.

Inkassokosten

Inkassokosten entstehen bei der Beauftragung eines Inkassodienstleisters. Ob und in welcher Höhe diese Kosten geltend gemacht werden können, hängt unter anderem von den gesetzlichen Voraussetzungen und dem jeweiligen Einzelfall ab.

Inkassounternehmen

Ein Inkassounternehmen übernimmt im Auftrag eines Gläubigers den Einzug offener Forderungen. Dazu gehören beispielsweise Zahlungserinnerungen, Zahlungsvereinbarungen und weitere Maßnahmen des Forderungsmanagements.

Inhaber

Ein Inhaber ist eine Person oder Organisation, der ein Unternehmen, ein Recht, ein Konto oder ein Vermögensgegenstand gehört. Bei einem Einzelunternehmen ist der Inhaber in der Regel zugleich der Unternehmer.

Inhaberschuldverschreibung

Eine Inhaberschuldverschreibung ist ein Wertpapier, das eine Forderung gegenüber dem Aussteller verbrieft. Die Rechte aus dem Wertpapier können grundsätzlich durch dessen Besitz und Übertragung geltend gemacht werden.

Indossament

Ein Indossament ist ein schriftlicher Übertragungsvermerk auf einem Orderpapier. Es ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Übertragung der Rechte aus dem Wertpapier.

Indossierung

Indossierung bezeichnet die Übertragung eines Orderpapiers durch ein Indossament. Dabei wird der neue Berechtigte auf dem Wertpapier oder in einer entsprechenden Übertragungserklärung vermerkt.

Individualvertrag

Ein Individualvertrag ist ein Vertrag, dessen wesentliche Inhalte zwischen den Vertragsparteien individuell ausgehandelt wurden.

Informationssystem

Ein Informationssystem besteht aus Menschen, Prozessen und technischen Komponenten, die der Erfassung, Verarbeitung, Speicherung und Weitergabe von Informationen dienen.

Input

Input bezeichnet die in einen betrieblichen Prozess eingebrachten Ressourcen. Dazu gehören beispielsweise Arbeitskraft, Kapital, Rohstoffe, Daten und Energie.

Input-Output-Analyse

Die Input-Output-Analyse untersucht die Beziehungen zwischen verschiedenen Wirtschaftsbereichen. Sie zeigt, welche Vorleistungen benötigt werden und welche Güter oder Dienstleistungen daraus entstehen.

Insourcing

Insourcing bezeichnet die Rückverlagerung von Aufgaben oder Leistungen in das eigene Unternehmen. Tätigkeiten, die zuvor extern vergeben wurden, werden dabei wieder intern durchgeführt.

Interim Management

Interim Management bezeichnet den zeitlich befristeten Einsatz externer Führungskräfte oder Spezialisten. Diese übernehmen beispielsweise bei Umstrukturierungen, Krisen oder vakanten Führungspositionen vorübergehend Verantwortung.

Interne Revision

Die interne Revision prüft unabhängig innerhalb eines Unternehmens unter anderem Geschäftsprozesse, interne Kontrollen, Risiken und die Einhaltung von Vorgaben.

Interner Zinsfuß

Der interne Zinsfuß ist eine Kennzahl der Investitionsrechnung. Er bezeichnet den Zinssatz, bei dem der Kapitalwert einer Investition unter den jeweiligen Annahmen null beträgt.

Internationalisierung

Internationalisierung bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf ausländische Märkte. Dazu gehören beispielsweise Exporte, internationale Standorte, Kooperationen oder die Anpassung von Produkten an andere Länder.

Internationaler Handel

Internationaler Handel umfasst den grenzüberschreitenden Austausch von Waren und Dienstleistungen. Er ermöglicht Unternehmen den Zugang zu neuen Absatzmärkten, Lieferanten und Produktionsstandorten.

Investition

Eine Investition ist die Verwendung finanzieller Mittel zur Anschaffung oder Schaffung von Vermögensgegenständen. Ziel ist häufig, langfristig Erträge, Kostenvorteile oder andere wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.

Investitionsabzug

Ein Investitionsabzug ist eine steuerliche Möglichkeit, bestimmte geplante Investitionen bereits vor ihrer Durchführung gewinnmindernd zu berücksichtigen. Die Anwendung hängt von den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Investitionsgüter

Investitionsgüter sind langlebige Güter, die Unternehmen zur Produktion, Leistungserbringung oder betrieblichen Nutzung anschaffen. Beispiele sind Maschinen, Fahrzeuge und technische Anlagen.

Investitionskosten

Investitionskosten sind die Aufwendungen, die bei der Anschaffung, Herstellung oder Erweiterung eines langfristig genutzten Vermögensgegenstands entstehen.

Investitionsplan

Ein Investitionsplan zeigt, welche Investitionen ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum plant. Er enthält häufig Angaben zu Anschaffungskosten, Zeitpunkten, Finanzierung und erwarteten wirtschaftlichen Effekten.

Investitionsrechnung

Die Investitionsrechnung dient dazu, Investitionsvorhaben wirtschaftlich zu beurteilen. Zu den Verfahren gehören beispielsweise die Kapitalwertmethode, die Amortisationsrechnung und die interne Zinsfußmethode.

Investitionsrisiko

Das Investitionsrisiko beschreibt die Gefahr, dass eine Investition nicht die erwarteten Erträge oder Vorteile erzielt. Ursachen können beispielsweise Kostensteigerungen, Nachfrageänderungen oder technische Entwicklungen sein.

Investitionsvolumen

Das Investitionsvolumen bezeichnet den gesamten finanziellen Umfang eines Investitionsvorhabens oder mehrerer geplanter Investitionen.

Investitionszulage

Eine Investitionszulage ist eine mögliche staatliche Förderung für bestimmte Investitionen. Ob ein Anspruch besteht, richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Förderbedingungen.

Inventar

Das Inventar ist ein ausführliches Verzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Es bildet eine wichtige Grundlage für die Bilanz.

Inventur

Die Inventur ist die Bestandsaufnahme der Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens. Sie kann beispielsweise durch Zählen, Messen, Wiegen oder anhand von Belegen durchgeführt werden.

Inventurabweichung

Eine Inventurabweichung liegt vor, wenn der tatsächlich ermittelte Bestand vom buchmäßigen Bestand abweicht. Ursachen können beispielsweise Schwund, Beschädigungen, Buchungsfehler oder Fehlmengen sein.

Inventurliste

Eine Inventurliste enthält die während einer Inventur erfassten Vermögensgegenstände und Bestände. Sie dokumentiert beispielsweise Artikel, Mengen, Werte und Lagerorte.

Inventurverlust

Ein Inventurverlust entsteht, wenn der tatsächliche Bestand geringer ist als der in der Buchhaltung erfasste Bestand. Gründe können unter anderem Diebstahl, Verderb, Beschädigung oder Erfassungsfehler sein.

Istbestand

Der Istbestand ist die tatsächlich vorhandene Menge eines Materials, Produkts oder Vermögensgegenstands zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Istkosten

Istkosten sind die tatsächlich angefallenen Kosten eines Unternehmens oder eines betrieblichen Prozesses. Sie werden häufig mit Plan- oder Normkosten verglichen.

Istkostenrechnung

Die Istkostenrechnung erfasst und analysiert die tatsächlich entstandenen Kosten. Sie dient unter anderem der Kostenkontrolle und der Ermittlung von Abweichungen.

Istumsatz

Der Istumsatz ist der tatsächlich erzielte Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er kann mit dem geplanten oder budgetierten Umsatz verglichen werden.

Ist-Zustand

Der Ist-Zustand beschreibt die aktuelle Situation eines Unternehmens, eines Prozesses oder eines Projekts. Er bildet häufig die Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen und Zielplanungen.

Insolvenz

Insolvenz bezeichnet die Situation, in der ein Unternehmen oder eine Person ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen kann oder bestimmte weitere Insolvenzgründe vorliegen.

Insolvenzgeld

Insolvenzgeld ist eine staatliche Leistung, die unter bestimmten Voraussetzungen ausstehende Arbeitsentgeltansprüche von Beschäftigten für einen gesetzlich festgelegten Zeitraum absichern kann.

Insolvenzverfahren

Das Insolvenzverfahren ist ein gerichtliches Verfahren zur gemeinschaftlichen Befriedigung der Gläubiger eines zahlungsunfähigen oder überschuldeten Schuldners. Je nach Voraussetzungen kann es auf die Abwicklung oder die Sanierung des Unternehmens ausgerichtet sein.

Insolvenzquote

Die Insolvenzquote bezeichnet den Anteil einer Forderung, den ein Gläubiger im Insolvenzverfahren voraussichtlich erhält. Sie hängt unter anderem von der vorhandenen Insolvenzmasse und den anerkannten Forderungen ab.

Inspektionskosten

Inspektionskosten entstehen durch die Kontrolle, Prüfung und Überwachung von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen oder anderen betrieblichen Einrichtungen.

Instandhaltung

Instandhaltung umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Funktionsfähigkeit und den ordnungsgemäßen Zustand von Anlagen, Maschinen oder Gebäuden zu erhalten.

Instandsetzung

Instandsetzung bezeichnet Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit eines beschädigten oder ausgefallenen Vermögensgegenstands.

Internetbanking

Internetbanking ermöglicht die Abwicklung von Bankgeschäften über das Internet. Dazu gehören beispielsweise Überweisungen, Kontostandsabfragen und die Verwaltung von Daueraufträgen.

Innovationsmanagement

Innovationsmanagement umfasst die Planung, Entwicklung und Umsetzung neuer Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder Geschäftsmodelle in einem Unternehmen.

IT-Controlling

IT-Controlling überwacht und steuert die Kosten, Leistungen und Wirtschaftlichkeit der Informationstechnologie eines Unternehmens.

IT-Kosten

IT-Kosten sind Aufwendungen für Hard- und Software, IT-Personal, Lizenzen, Wartung, Support, Netzwerke und weitere technische Leistungen.

IT-Sicherheit

IT-Sicherheit umfasst Maßnahmen zum Schutz von Informationssystemen, Daten und Netzwerken vor unbefugtem Zugriff, Ausfällen, Manipulation und Datenverlust.

IT-System

Ein IT-System besteht aus technischen Geräten, Software, Netzwerken und weiteren Komponenten, die gemeinsam Informationen verarbeiten und digitale Geschäftsprozesse unterstützen.

Interne Kosten

Interne Kosten entstehen innerhalb eines Unternehmens und werden beispielsweise einzelnen Abteilungen, Kostenstellen, Projekten oder Produkten zugeordnet.

Interne Leistungsverrechnung

Die interne Leistungsverrechnung erfasst und bewertet Leistungen, die innerhalb eines Unternehmens zwischen Abteilungen oder Kostenstellen erbracht werden.

Interimslösung

Eine Interimslösung ist eine vorübergehende Lösung, die eingesetzt wird, bis eine dauerhafte technische, organisatorische oder personelle Lösung umgesetzt werden kann.

Interessent

Ein Interessent ist eine Person oder ein Unternehmen, das Interesse an einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Geschäftsbeziehung zeigt, aber noch keinen Kaufvertrag abgeschlossen hat.

Interessentenmanagement

Interessentenmanagement umfasst die systematische Erfassung, Betreuung und Entwicklung potenzieller Kunden. Ziel ist es, Interessenten zu qualifizieren und langfristig zu Kunden zu machen.