In unserem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige Fachbegriffe mit dem Anfangsbuchstaben L. Die verständlichen Erklärungen helfen dabei, wirtschaftliche, finanzielle und betriebliche Zusammenhänge schnell zu verstehen.

Lager

Ein Lager ist ein Bereich, in dem Waren, Rohstoffe, Materialien oder fertige Produkte aufbewahrt werden. Es dient dazu, die Versorgung der Produktion und die Lieferfähigkeit eines Unternehmens sicherzustellen.

Lagerbestand

Der Lagerbestand bezeichnet die Menge aller Waren, Materialien oder Produkte, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Lager befinden.

Lagerbuchhaltung

Die Lagerbuchhaltung erfasst und überwacht die Zu- und Abgänge von Waren und Materialien. Sie liefert Informationen über Bestände, Bewegungen und Lagerwerte.

Lagerkosten

Lagerkosten entstehen durch die Lagerung von Waren und Materialien. Dazu gehören beispielsweise Mietkosten, Personalkosten, Energiekosten, Versicherungen und Kosten für die Lagerverwaltung.

Lagerumschlag

Der Lagerumschlag gibt an, wie häufig der durchschnittliche Lagerbestand innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft oder verbraucht wird.

Lagerumschlagshäufigkeit

Die Lagerumschlagshäufigkeit ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl zur Beurteilung der Lagerwirtschaft. Ein hoher Wert kann auf eine schnelle Warenbewegung und eine geringe Kapitalbindung hinweisen.

Lagerwert

Der Lagerwert ist der finanzielle Wert der im Lager vorhandenen Waren, Rohstoffe oder Materialien zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Lagerhaltung

Lagerhaltung umfasst alle Tätigkeiten, die mit der Aufbewahrung, Verwaltung und Kontrolle von Waren und Materialien verbunden sind.

Lagerverwaltung

Die Lagerverwaltung organisiert und überwacht die Bestände, Lagerplätze, Warenbewegungen und Nachbestellungen eines Unternehmens.

Lagerreichweite

Die Lagerreichweite zeigt, wie lange der vorhandene Lagerbestand bei einem bestimmten durchschnittlichen Verbrauch voraussichtlich ausreicht.

Lagerverlust

Ein Lagerverlust entsteht, wenn Waren oder Materialien verloren gehen, beschädigt werden, verderben oder aus anderen Gründen nicht mehr verwendet oder verkauft werden können.

Lagerzins

Der Lagerzins beschreibt die Kosten der Kapitalbindung, die durch die Finanzierung von Lagerbeständen entstehen.

Lastschrift

Eine Lastschrift ist ein Zahlungsverfahren, bei dem der Zahlungsempfänger einen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen einzieht. Dafür ist grundsätzlich ein entsprechendes Mandat oder eine andere rechtliche Grundlage erforderlich.

Lastschriftmandat

Ein Lastschriftmandat ermächtigt einen Zahlungsempfänger, fällige Beträge vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Gleichzeitig wird das Kreditinstitut zur Ausführung der Lastschrift angewiesen.

Lastschriftverfahren

Das Lastschriftverfahren ermöglicht regelmäßige oder einmalige Zahlungen, ohne dass der Zahlungspflichtige jede Überweisung selbst ausführen muss.

Leasing

Leasing ist die entgeltliche Überlassung eines Wirtschaftsguts zur Nutzung für einen bestimmten Zeitraum. Der Leasingnehmer zahlt dafür regelmäßig vereinbarte Leasingraten.

Leasinggeber

Der Leasinggeber stellt dem Leasingnehmer ein Wirtschaftsgut gegen Zahlung von Leasingraten zur Verfügung.

Leasingnehmer

Der Leasingnehmer nutzt ein geleastes Wirtschaftsgut und zahlt dafür die vertraglich vereinbarten Leasingraten.

Leasingvertrag

Ein Leasingvertrag regelt die Überlassung eines Wirtschaftsguts zur Nutzung. Er enthält unter anderem Angaben zu Laufzeit, Raten, Wartung, Versicherung und Rückgabe.

Leasingrate

Die Leasingrate ist der regelmäßig zu zahlende Betrag für die Nutzung eines geleasten Wirtschaftsguts.

Leasingkosten

Leasingkosten umfassen die Aufwendungen, die aus einem Leasingvertrag entstehen. Dazu gehören insbesondere Leasingraten sowie gegebenenfalls zusätzliche Wartungs-, Versicherungs- und Nebenkosten.

Leistung

Eine Leistung ist im kaufmännischen Zusammenhang die Lieferung einer Ware oder die Erbringung einer Dienstleistung. Sie bildet häufig die Grundlage für eine Rechnung oder einen Vertrag.

Leistungsbeschreibung

Eine Leistungsbeschreibung legt fest, welche Waren oder Dienstleistungen in welchem Umfang und in welcher Qualität erbracht werden sollen.

Leistungsdatum

Das Leistungsdatum bezeichnet den Zeitpunkt, an dem eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung erbracht wurde. Es kann für die Rechnungsstellung und steuerliche Behandlung relevant sein.

Leistungsnachweis

Ein Leistungsnachweis dokumentiert, welche Arbeiten, Lieferungen oder Dienstleistungen tatsächlich erbracht wurden. Er kann beispielsweise als Grundlage für die Abrechnung dienen.

Leistungsrechnung

Die Leistungsrechnung erfasst und bewertet die im Unternehmen erstellten Leistungen. Sie ist ein Bestandteil des internen Rechnungswesens.

Leistungsstörung

Eine Leistungsstörung liegt vor, wenn eine vertraglich geschuldete Leistung nicht, nicht rechtzeitig oder nicht ordnungsgemäß erbracht wird.

Leistungszeitraum

Der Leistungszeitraum ist der Zeitraum, in dem eine Ware geliefert oder eine Dienstleistung erbracht wird. Er wird häufig auf Rechnungen und Verträgen angegeben.

Lieferant

Ein Lieferant ist eine Person oder ein Unternehmen, das Waren, Materialien oder Dienstleistungen an einen Kunden oder Geschäftspartner liefert.

Lieferantenkredit

Ein Lieferantenkredit entsteht, wenn ein Lieferant Waren oder Dienstleistungen liefert und dem Kunden eine Zahlungsfrist einräumt.

Lieferantenmanagement

Lieferantenmanagement umfasst die Auswahl, Bewertung, Betreuung und Entwicklung von Lieferanten. Ziel ist eine zuverlässige, wirtschaftliche und langfristige Zusammenarbeit.

Lieferantenrechnung

Eine Lieferantenrechnung ist eine Rechnung, die ein Unternehmen für erhaltene Waren oder Dienstleistungen von einem Lieferanten erhält.

Lieferantenverbindlichkeit

Eine Lieferantenverbindlichkeit ist eine offene Zahlungsverpflichtung gegenüber einem Lieferanten aus einer erhaltenen Lieferung oder Leistung.

Lieferbedingungen

Lieferbedingungen regeln, wie, wann, wohin und unter welchen Voraussetzungen eine Ware geliefert wird. Sie können unter anderem Transport, Kostenübergang und Gefahrenübergang betreffen.

Lieferfrist

Die Lieferfrist ist der Zeitraum, innerhalb dessen eine Ware geliefert oder eine Leistung erbracht werden muss.

Lieferzeit

Die Lieferzeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Bestellung und Lieferung einer Ware oder zwischen Auftragserteilung und Leistungserbringung.

Lieferverzug

Lieferverzug liegt vor, wenn eine geschuldete Lieferung nicht rechtzeitig erfolgt und die jeweiligen rechtlichen Voraussetzungen für einen Verzug erfüllt sind.

Lieferavis

Ein Lieferavis ist eine Ankündigung über eine bevorstehende Lieferung. Es enthält beispielsweise Angaben zu Liefertermin, Liefermenge und Versandart.

Lieferkette

Eine Lieferkette umfasst alle Stationen und Beteiligten, die an der Herstellung und Bereitstellung eines Produkts beteiligt sind. Dazu gehören beispielsweise Lieferanten, Hersteller, Logistikunternehmen und Händler.

Lieferkettenmanagement

Lieferkettenmanagement bezeichnet die Planung, Steuerung und Optimierung der Waren-, Informations- und Geldflüsse innerhalb einer Lieferkette.

Lieferumfang

Der Lieferumfang beschreibt alle Waren, Bestandteile, Zubehörteile und Unterlagen, die zu einer Lieferung gehören.

Lieferziel

Das Lieferziel ist der Ort oder die Organisationseinheit, an die eine Lieferung bestimmt ist.

Liquidation

Liquidation bezeichnet die Abwicklung eines Unternehmens oder einer Gesellschaft. Dabei werden Vermögenswerte verwertet, Verbindlichkeiten beglichen und das verbleibende Vermögen gegebenenfalls verteilt.

Liquidator

Ein Liquidator führt die Abwicklung eines Unternehmens oder einer Gesellschaft durch. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Verwertung von Vermögenswerten und die Begleichung von Verbindlichkeiten.

Liquidität

Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, seine fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Liquiditätsgrad

Der Liquiditätsgrad ist eine Kennzahl, mit der beurteilt wird, in welchem Umfang ein Unternehmen kurzfristige Verbindlichkeiten durch vorhandene liquide Mittel und kurzfristig verfügbare Vermögenswerte decken kann.

Liquiditätsplanung

Die Liquiditätsplanung ermittelt die voraussichtlichen Einzahlungen und Auszahlungen eines Unternehmens. Sie hilft dabei, Zahlungsengpässe frühzeitig zu erkennen.

Liquiditätsreserve

Eine Liquiditätsreserve ist ein finanzieller Bestand, der für unerwartete Ausgaben oder vorübergehende Zahlungsengpässe bereitgehalten wird.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass ein Unternehmen seine fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig erfüllen kann.

Lizenz

Eine Lizenz ist die Erlaubnis, ein bestimmtes Recht, eine Software, eine Marke, ein Patent oder ein anderes geschütztes Gut unter festgelegten Bedingungen zu nutzen.

Lizenzgebühr

Eine Lizenzgebühr ist das Entgelt, das für die Nutzung eines lizenzierten Rechts oder Produkts gezahlt wird.

Lizenzvertrag

Ein Lizenzvertrag regelt die Bedingungen, unter denen ein Lizenznehmer ein bestimmtes Recht oder Schutzgut nutzen darf. Dazu gehören beispielsweise Nutzungsumfang, Laufzeit und Vergütung.

Lohn

Lohn ist eine Vergütung für geleistete Arbeit. Im Unterschied zum festen Monatsgehalt kann sich der Lohn beispielsweise nach Arbeitsstunden, Leistung oder produzierter Menge richten.

Lohnabrechnung

Die Lohnabrechnung weist die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts aus. Sie enthält unter anderem Bruttolohn, Abzüge, Sozialversicherungsbeiträge und den Auszahlungsbetrag.

Lohnbuchhaltung

Die Lohnbuchhaltung übernimmt die Abrechnung der Arbeitsentgelte und die damit verbundenen Aufgaben, beispielsweise die Berechnung von Abgaben und die Erstellung von Meldungen.

Lohnkosten

Lohnkosten sind die Kosten, die einem Unternehmen durch die Beschäftigung von Mitarbeitenden entstehen. Dazu gehören neben dem Bruttolohn auch bestimmte Arbeitgeberanteile und weitere Personalaufwendungen.

Lohnnebenkosten

Lohnnebenkosten sind zusätzliche Aufwendungen des Arbeitgebers neben dem Bruttolohn. Dazu zählen beispielsweise Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und weitere gesetzliche oder freiwillige Leistungen.

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine Form der Einkommensteuer, die vom Arbeitslohn abhängig ist und in der Regel vom Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird.

Lohnsteuerbescheinigung

Eine Lohnsteuerbescheinigung enthält die steuerlich relevanten Angaben zum Arbeitslohn und zu den einbehaltenen Abgaben eines Kalenderjahres.

Lohnsteuerklasse

Die Lohnsteuerklasse ist ein Merkmal, das bei der Berechnung der monatlichen Lohnsteuer berücksichtigt wird. Sie richtet sich unter anderem nach den persönlichen Verhältnissen der beschäftigten Person.

Logistik

Logistik umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle von Waren-, Informations- und teilweise Geldflüssen. Ziel ist es, die richtigen Güter zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitzustellen.

Logistikkosten

Logistikkosten entstehen durch Transport, Lagerung, Umschlag, Verpackung und weitere Tätigkeiten innerhalb der Warenversorgung.

Logistikdienstleister

Ein Logistikdienstleister übernimmt für Unternehmen bestimmte Aufgaben der Logistik, beispielsweise Transport, Lagerung, Kommissionierung oder Versand.

Logistikzentrum

Ein Logistikzentrum ist ein zentraler Standort, an dem Waren angenommen, gelagert, bearbeitet, zusammengestellt und weiterverteilt werden.

Losgröße

Die Losgröße bezeichnet die Menge eines Produkts, die in einem Produktions- oder Beschaffungsvorgang gemeinsam hergestellt oder bestellt wird.

Loss-and-Profit-Statement

Ein Loss-and-Profit-Statement ist eine englische Bezeichnung für eine Gewinn- und Verlustrechnung. Es stellt Erträge und Aufwendungen eines bestimmten Zeitraums gegenüber.

Leistungskennzahl

Eine Leistungskennzahl misst die Leistung oder Effizienz eines Unternehmens, einer Abteilung oder eines Prozesses. Beispiele sind Liefertermintreue, Produktivität und Bearbeitungszeit.

Leistungserfassung

Die Leistungserfassung dokumentiert, welche Arbeitsleistungen, Mengen oder Tätigkeiten innerhalb eines bestimmten Zeitraums erbracht wurden.

Leistungsvergütung

Eine Leistungsvergütung ist eine Vergütung, deren Höhe ganz oder teilweise von der erbrachten Leistung oder vom Erreichen bestimmter Ziele abhängt.

Leistungsziel

Ein Leistungsziel beschreibt ein erwartetes Ergebnis oder einen festgelegten Qualitäts-, Mengen- oder Zeitwert, der erreicht werden soll.

Leistungszeitpunkt

Der Leistungszeitpunkt ist der konkrete Zeitpunkt, an dem eine Lieferung oder Dienstleistung erbracht wird. Er kann für Vertrags- und Abrechnungsfragen relevant sein.