Kaufmännische Begriffe mit R
Kaufmännische Begriffe mit R sind in der Buchhaltung, im Rechnungswesen, im Einkauf, im Vertrieb und in der Unternehmensführung von großer Bedeutung. Das folgende Lexikon erklärt wichtige Fachbegriffe mit R einfach und verständlich.
Rabatt
Ein Rabatt ist ein Preisnachlass, den ein Verkäufer seinem Kunden gewährt. Er kann beispielsweise aufgrund einer großen Bestellmenge, einer besonderen Kundenbeziehung oder einer Werbeaktion eingeräumt werden.
Rabattsatz
Der Rabattsatz gibt an, wie hoch ein Rabatt im Verhältnis zum ursprünglichen Preis ist. Er wird üblicherweise in Prozent angegeben.
Ratenzahlung
Bei einer Ratenzahlung wird ein geschuldeter Betrag nicht vollständig auf einmal, sondern in mehreren Teilbeträgen beglichen. Die einzelnen Raten können Zinsen und weitere Kosten enthalten.
Ratenkredit
Ein Ratenkredit ist ein Darlehen, das der Kreditnehmer in regelmäßigen Teilzahlungen zurückzahlt. Die Höhe und Laufzeit der Raten werden im Kreditvertrag festgelegt.
Rationalisierung
Rationalisierung bezeichnet Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Dabei sollen beispielsweise Arbeitsabläufe vereinfacht, Kosten gesenkt oder Ressourcen effizienter eingesetzt werden.
Rechnung
Eine Rechnung ist ein Dokument, mit dem ein Unternehmen die Bezahlung einer Lieferung oder Leistung verlangt. Sie enthält unter anderem Angaben zum Rechnungssteller, Rechnungsempfänger, Leistungsumfang, Preis und Zahlungsziel.
Rechnungsabgrenzung
Die Rechnungsabgrenzung dient dazu, Einnahmen und Ausgaben dem richtigen Geschäftsjahr zuzuordnen. Entscheidend ist, in welchem Zeitraum die zugrunde liegende Leistung wirtschaftlich erbracht oder genutzt wird.
Rechnungsadresse
Die Rechnungsadresse ist die Anschrift, an die eine Rechnung ausgestellt wird. Sie kann von der Lieferadresse abweichen, beispielsweise bei Unternehmen mit mehreren Standorten.
Rechnungsbetrag
Der Rechnungsbetrag ist der auf einer Rechnung ausgewiesene Gesamtbetrag. Er kann sich aus dem Nettobetrag, der Umsatzsteuer, Rabatten, Skonti und weiteren Positionen zusammensetzen.
Rechnungsdatum
Das Rechnungsdatum bezeichnet den Tag, an dem eine Rechnung ausgestellt wurde. Es ist unter anderem für die Buchhaltung, Zahlungsfristen und steuerliche Aufzeichnungen relevant.
Rechnungseingang
Der Rechnungseingang bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem eine Rechnung bei einem Unternehmen eingeht. Eingehende Rechnungen werden geprüft, erfasst und zur Zahlung freigegeben.
Rechnungsempfänger
Der Rechnungsempfänger ist die Person oder das Unternehmen, an die eine Rechnung gerichtet ist. Er ist grundsätzlich zur Zahlung des Rechnungsbetrags verpflichtet, sofern die Rechnung berechtigt ist.
Rechnungsprüfung
Bei der Rechnungsprüfung wird kontrolliert, ob eine Rechnung sachlich, rechnerisch und formal korrekt ist. Dabei werden beispielsweise Preise, Mengen, Lieferungen, Umsatzsteuer und Zahlungsbedingungen geprüft.
Rechnungsstellung
Rechnungsstellung bezeichnet die Erstellung und Übermittlung einer Rechnung. Sie erfolgt nach der Lieferung einer Ware oder der Erbringung einer Dienstleistung.
Rechnungswesen
Das Rechnungswesen umfasst alle Verfahren zur Erfassung, Verarbeitung, Auswertung und Kontrolle betrieblicher Geld- und Leistungsströme. Dazu gehören unter anderem Buchhaltung, Kostenrechnung, Bilanzierung und Controlling.
Rechnungswesen, internes
Das interne Rechnungswesen liefert Informationen für die Unternehmenssteuerung. Es umfasst insbesondere Kostenrechnung, Erfolgsrechnung, Investitionsrechnung und betriebswirtschaftliche Auswertungen.
Rechnungswesen, externes
Das externe Rechnungswesen dokumentiert die wirtschaftlichen Vorgänge eines Unternehmens für externe Adressaten. Dazu gehören beispielsweise Finanzbuchhaltung, Jahresabschluss und Steuerbilanz.
Rechnungsnummer
Die Rechnungsnummer ist eine eindeutige Kennzeichnung einer Rechnung. Sie ermöglicht die Zuordnung und Nachverfolgung von Geschäftsvorfällen und gehört zu den wichtigen Rechnungsangaben.
Rechnungsperiode
Die Rechnungsperiode ist der Zeitraum, für den Geschäftsvorfälle erfasst und ausgewertet werden. Dies kann beispielsweise ein Monat, ein Quartal oder ein Geschäftsjahr sein.
Rechnungsrabatt
Ein Rechnungsrabatt ist ein Preisnachlass, der direkt auf der Rechnung berücksichtigt wird. Er reduziert den zu zahlenden Rechnungsbetrag.
Rechnungswesen-Software
Rechnungswesen-Software unterstützt Unternehmen bei der Buchhaltung, Rechnungsstellung, Zahlungsüberwachung und Erstellung von Auswertungen. Sie kann viele kaufmännische Prozesse automatisieren.
Rechtsform
Die Rechtsform bestimmt den rechtlichen Rahmen eines Unternehmens. Sie regelt unter anderem Haftung, Geschäftsführung, Kapitalanforderungen und die steuerliche Behandlung.
Rechtsgeschäft
Ein Rechtsgeschäft ist eine Handlung, durch die eine rechtliche Wirkung herbeigeführt werden soll. Beispiele sind Kaufverträge, Mietverträge, Arbeitsverträge und Darlehensverträge.
Rechtsverbindlichkeit
Rechtsverbindlichkeit bedeutet, dass eine Erklärung, Vereinbarung oder Verpflichtung rechtlich bindend ist. Sie kann beispielsweise durch einen wirksamen Vertrag entstehen.
Reklamation
Eine Reklamation ist die Beanstandung einer Ware oder Dienstleistung durch einen Kunden. Gründe können beispielsweise Mängel, Falschlieferungen, Beschädigungen oder eine nicht vertragsgemäße Leistung sein.
Reklamationsbearbeitung
Die Reklamationsbearbeitung umfasst die Prüfung, Dokumentation und Lösung von Kundenbeanstandungen. Ziel ist es, berechtigte Ansprüche zu erfüllen und die Kundenzufriedenheit zu erhalten.
Reklamationsquote
Die Reklamationsquote zeigt, welcher Anteil der gelieferten Waren oder erbrachten Leistungen beanstandet wird. Sie ist eine wichtige Kennzahl für die Qualität und Kundenzufriedenheit.
Rentabilität
Rentabilität beschreibt das Verhältnis zwischen einem erzielten Gewinn und einer bestimmten Bezugsgröße. Beispiele sind Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität.
Rendite
Die Rendite gibt an, welchen Ertrag eine Kapitalanlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums im Verhältnis zum eingesetzten Kapital erzielt. Sie wird meist als Prozentsatz angegeben.
Renditeberechnung
Die Renditeberechnung ermittelt den Ertrag einer Investition oder Kapitalanlage. Neben Zinsen können auch Kursgewinne, Dividenden und weitere Erträge berücksichtigt werden.
Renditeerwartung
Die Renditeerwartung ist der erwartete Ertrag einer Investition. Sie wird unter anderem bei Anlageentscheidungen, Investitionsplanungen und Risikoanalysen verwendet.
Renditekennzahl
Eine Renditekennzahl misst die Wirtschaftlichkeit einer Investition oder eines Unternehmens. Sie setzt einen Gewinn oder Ertrag ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße wie Umsatz, Eigenkapital oder Gesamtkapital.
Rentabilitätsrechnung
Die Rentabilitätsrechnung untersucht, wie wirtschaftlich eine Investition oder ein Unternehmen arbeitet. Sie stellt den erzielten Gewinn dem eingesetzten Kapital oder einer anderen Bezugsgröße gegenüber.
Restbuchwert
Der Restbuchwert ist der Wert eines Vermögensgegenstands, der nach Abzug der bisher vorgenommenen Abschreibungen noch in der Bilanz ausgewiesen wird.
Restlaufzeit
Die Restlaufzeit ist der Zeitraum, der bis zum Ende eines Vertrags, Kredits, Leasingverhältnisses oder Wertpapiers verbleibt.
Restschuld
Die Restschuld ist der Betrag, den ein Schuldner zu einem bestimmten Zeitpunkt noch zurückzahlen muss. Sie kann beispielsweise bei Krediten, Darlehen oder Ratenkäufen entstehen.
Restwert
Der Restwert ist der voraussichtliche Wert eines Wirtschaftsguts am Ende seiner Nutzungsdauer oder Vertragslaufzeit. Er wird beispielsweise bei Investitions- und Leasingberechnungen berücksichtigt.
Retouren
Retouren sind Waren, die Kunden an den Verkäufer zurücksenden. Gründe können beispielsweise Widerruf, Falschlieferung, Beschädigung oder ein Qualitätsmangel sein.
Retourenmanagement
Retourenmanagement umfasst die Organisation und Bearbeitung von Warenrücksendungen. Dazu gehören Rücknahme, Prüfung, Erstattung, Reparatur, Austausch und gegebenenfalls Wiedereinlagerung.
Risikomanagement
Risikomanagement umfasst die systematische Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken. Ziel ist es, mögliche Schäden zu vermeiden oder ihre Auswirkungen zu begrenzen.
Risikobewertung
Die Risikobewertung untersucht, wie wahrscheinlich ein Risiko ist und welche Auswirkungen es haben kann. Sie dient als Grundlage für geeignete Gegenmaßnahmen.
Risikokapital
Risikokapital ist Kapital, das für Investitionen mit erhöhtem Verlustrisiko bereitgestellt wird. Es wird beispielsweise zur Finanzierung von Start-ups oder innovativen Geschäftsmodellen eingesetzt.
Risikoprämie
Die Risikoprämie ist ein zusätzlicher Ertrag, den ein Anleger für die Übernahme eines bestimmten Risikos erwartet. Je höher das Risiko, desto höher kann die geforderte Risikoprämie sein.
Risikoprofil
Das Risikoprofil beschreibt die Art, Höhe und Verteilung der Risiken eines Unternehmens, einer Investition oder eines Projekts. Es unterstützt die Auswahl geeigneter Strategien und Maßnahmen.
Rückbuchung
Eine Rückbuchung ist die Korrektur oder Rücknahme einer zuvor vorgenommenen Buchung. Sie kann beispielsweise bei fehlerhaften Buchungen, Rückzahlungen oder stornierten Geschäftsvorfällen erforderlich sein.
Rückerstattung
Eine Rückerstattung ist die Rückzahlung eines bereits gezahlten Betrags. Sie kann beispielsweise bei Warenrücksendungen, Überzahlungen oder nicht erbrachten Leistungen erfolgen.
Rückgabe
Eine Rückgabe bezeichnet die Rücksendung oder Rückübergabe einer Ware an den Verkäufer oder Eigentümer. Sie kann aufgrund eines Widerrufs, Mangels oder einer vertraglichen Vereinbarung erfolgen.
Rückkaufswert
Der Rückkaufswert ist der Betrag, den ein Versicherungsnehmer bei vorzeitiger Beendigung eines Versicherungsvertrags erhält. Er wird insbesondere bei Lebens- und Rentenversicherungen verwendet.
Rücklage
Eine Rücklage ist ein Teil des Eigenkapitals, der für bestimmte Zwecke oder zur Stärkung der finanziellen Stabilität zurückbehalten wird. Rücklagen können beispielsweise aus Gewinnen gebildet werden.
Rückstellungen
Rückstellungen sind Passivposten für Verpflichtungen, deren Höhe oder Fälligkeit am Bilanzstichtag noch nicht genau feststeht. Beispiele sind Rückstellungen für Pensionen, Steuern, Gewährleistungen oder Rechtsstreitigkeiten.
Rückstellung für ausstehende Rechnungen
Eine Rückstellung für ausstehende Rechnungen wird gebildet, wenn eine Leistung bereits erbracht wurde, die dazugehörige Rechnung aber noch nicht vorliegt. Dadurch wird der Aufwand dem richtigen Geschäftsjahr zugeordnet.
Rücktritt
Ein Rücktritt ist die Beendigung eines Vertrags durch eine entsprechende Erklärung. Er kann beispielsweise bei erheblichen Pflichtverletzungen oder aufgrund vertraglich vereinbarter Rücktrittsrechte möglich sein.
Rückvergütung
Eine Rückvergütung ist die nachträgliche Erstattung eines bestimmten Betrags. Sie kann beispielsweise bei Bonusvereinbarungen, Mengenrabatten oder Provisionsregelungen gewährt werden.
Rückzahlung
Rückzahlung bezeichnet die Erstattung eines zuvor erhaltenen Betrags. Der Begriff wird beispielsweise bei Krediten, Darlehen, Anzahlungen oder Überzahlungen verwendet.
Rückzahlungsbetrag
Der Rückzahlungsbetrag ist die Summe, die ein Schuldner an einen Gläubiger zurückzahlen muss. Er kann neben dem ursprünglichen Kapital auch Zinsen und weitere Kosten enthalten.
Rückzahlungsplan
Ein Rückzahlungsplan legt fest, wann und in welcher Höhe ein Kredit oder eine andere Schuld zurückgezahlt wird. Er enthält häufig Angaben zu Raten, Zinsen, Laufzeit und Restschuld.
Rückzahlungsquote
Die Rückzahlungsquote beschreibt den Anteil einer Forderung oder Schuld, der tatsächlich zurückgezahlt wird. Sie ist insbesondere im Forderungsmanagement und Insolvenzbereich relevant.
Rückwärtskalkulation
Bei der Rückwärtskalkulation wird ausgehend vom Verkaufspreis ermittelt, welche Kosten und Gewinnbestandteile darin enthalten sind. Sie wird häufig im Handel verwendet, um Einkaufspreise oder Handelsspannen zu berechnen.
Rufbereitschaft
Rufbereitschaft bezeichnet eine Arbeitsform, bei der ein Mitarbeiter außerhalb seiner regulären Arbeitszeit erreichbar sein und bei Bedarf die Arbeit aufnehmen muss. Die Vergütung richtet sich nach den gesetzlichen, tariflichen oder vertraglichen Regelungen.
Rücklieferung
Eine Rücklieferung ist die Rücksendung von Waren an den Lieferanten. Sie kann beispielsweise bei Falschlieferungen, Qualitätsmängeln, Überbeständen oder beschädigten Waren erfolgen.
Rücklieferungsschein
Ein Rücklieferungsschein dokumentiert die Rücksendung von Waren an einen Lieferanten. Er enthält meist Angaben zu Artikel, Menge, Rücksendegrund und ursprünglicher Lieferung.
Rücknahmepflicht
Eine Rücknahmepflicht verpflichtet ein Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen dazu, Waren, Verpackungen oder andere Gegenstände zurückzunehmen. Sie kann sich aus gesetzlichen Vorschriften oder vertraglichen Vereinbarungen ergeben.
Rückstandsbericht
Ein Rückstandsbericht zeigt offene, überfällige oder noch nicht erledigte Vorgänge. Im kaufmännischen Bereich kann er beispielsweise über ausstehende Zahlungen, Lieferungen oder Aufträge informieren.
Rohgewinn
Der Rohgewinn ergibt sich insbesondere im Handelsunternehmen aus den Umsatzerlösen abzüglich des Wareneinsatzes. Er zeigt, welcher Betrag zur Deckung der übrigen Kosten und zur Erzielung eines Gewinns verbleibt.
Rohstoffe
Rohstoffe sind Materialien, die direkt in ein Produkt eingehen. Beispiele sind Holz, Metall, Erdöl oder Getreide. Sie gehören im produzierenden Unternehmen häufig zu den Materialeinzelkosten.
Rohstoffkosten
Rohstoffkosten entstehen durch den Einkauf und Verbrauch von Rohstoffen. Sie sind ein Bestandteil der Materialkosten und beeinflussen die Herstellungskosten eines Produkts.
Rückrufaktion
Eine Rückrufaktion ist eine Maßnahme, bei der ein Unternehmen bereits ausgelieferte Produkte zurückfordert. Gründe können Sicherheitsrisiken, technische Fehler oder erhebliche Qualitätsmängel sein.
Rückstandsquote
Die Rückstandsquote zeigt den Anteil noch nicht erledigter oder überfälliger Vorgänge an der Gesamtmenge. Sie kann beispielsweise im Forderungsmanagement, Einkauf oder Kundenservice eingesetzt werden.
