In diesem kaufmännischen Lexikon finden Sie wichtige kaufmännische Begriffe mit U einfach erklärt. Die Übersicht reicht von Umsatz und Umlaufvermögen über Unternehmenswert und Umsatzsteuer bis zu Unterdeckung und Unterschrift.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen umfasst Vermögensgegenstände, die nur kurzfristig im Unternehmen verbleiben oder regelmäßig umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Warenbestände, Forderungen und liquide Mittel.

Umlaufintensität

Die Umlaufintensität zeigt, welchen Anteil das Umlaufvermögen am Gesamtvermögen eines Unternehmens ausmacht. Sie wird häufig zur Analyse der Vermögensstruktur verwendet.

Umlaufmittel

Umlaufmittel sind finanzielle Mittel, die für den laufenden Geschäftsbetrieb benötigt werden. Dazu zählen insbesondere liquide Mittel und kurzfristig gebundene Vermögenswerte.

Umsatz

Der Umsatz ist die Summe der Erlöse, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen erzielt. Er wird in der Regel ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Umsatzanalyse

Eine Umsatzanalyse untersucht die Entwicklung und Zusammensetzung der Umsätze. Dabei können beispielsweise Produkte, Kundengruppen, Regionen oder Zeiträume miteinander verglichen werden.

Umsatzbonus

Ein Umsatzbonus ist eine nachträgliche Vergütung, die beispielsweise bei Erreichen eines bestimmten Umsatzes gewährt wird. Er kann als Preisnachlass oder Gutschrift ausgestaltet sein.

Umsatzbeteiligung

Bei einer Umsatzbeteiligung erhält eine Person oder ein Unternehmen einen vertraglich vereinbarten Anteil am erzielten Umsatz.

Umsatzentwicklung

Die Umsatzentwicklung beschreibt, wie sich der Umsatz eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum verändert. Sie kann Hinweise auf Wachstum, Stagnation oder Rückgänge geben.

Umsatzgrenze

Eine Umsatzgrenze ist ein festgelegter Umsatzwert, bei dessen Erreichen bestimmte rechtliche, steuerliche oder vertragliche Regelungen gelten.

Umsatzplanung

Die Umsatzplanung ist die vorausschauende Schätzung der künftig erwarteten Umsätze. Sie bildet eine wichtige Grundlage für Budgetierung, Personalplanung und Finanzierung.

Umsatzprognose

Eine Umsatzprognose ist eine Schätzung der zukünftigen Umsatzentwicklung. Sie basiert beispielsweise auf bisherigen Verkaufszahlen, Markttrends und geplanten Vertriebsmaßnahmen.

Umsatzrendite

Die Umsatzrendite zeigt, welcher Anteil des Umsatzes als Gewinn verbleibt. Sie wird häufig berechnet, indem der Gewinn durch den Umsatz geteilt und mit 100 multipliziert wird.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist eine Verbrauchsteuer, die auf Lieferungen und sonstige Leistungen erhoben wird. Unternehmen führen die vereinnahmte Umsatzsteuer grundsätzlich an das Finanzamt ab.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, kurz USt-IdNr., dient der eindeutigen Identifikation eines Unternehmens bei umsatzsteuerlichen Geschäften, insbesondere im europäischen Binnenmarkt.

Umsatzsteuervoranmeldung

Mit der Umsatzsteuervoranmeldung teilt ein Unternehmen dem Finanzamt die im Voranmeldungszeitraum angefallene Umsatzsteuer und abziehbare Vorsteuer mit.

Umsatzsteuervorauszahlung

Die Umsatzsteuervorauszahlung ist der Betrag, den ein Unternehmen aufgrund seiner Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt zahlt.

Umsatzsteuerzahllast

Die Umsatzsteuerzahllast ergibt sich aus der vereinnahmten Umsatzsteuer abzüglich der abziehbaren Vorsteuer. Sie ist an das Finanzamt abzuführen, sofern ein positiver Betrag entsteht.

Umsatzsteuerbefreiung

Eine Umsatzsteuerbefreiung bedeutet, dass bestimmte Umsätze nicht mit Umsatzsteuer belastet werden. Die Voraussetzungen ergeben sich aus den jeweils geltenden steuerlichen Vorschriften.

Umsatzsteuerpflicht

Umsatzsteuerpflicht bedeutet, dass ein Umsatz grundsätzlich der Umsatzsteuer unterliegt. Ob und in welcher Höhe Umsatzsteuer berechnet werden muss, hängt vom jeweiligen Geschäftsvorgang ab.

Umsatzsteuer-Voranmeldungszeitraum

Der Umsatzsteuer-Voranmeldungszeitraum ist der Zeitraum, für den ein Unternehmen seine Umsatzsteuer gegenüber dem Finanzamt erklärt. Je nach Voraussetzungen kann dieser Zeitraum monatlich, vierteljährlich oder jährlich sein.

Umsatzkostenverfahren

Das Umsatzkostenverfahren ist ein Verfahren zur Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung. Dabei werden die Kosten den abgesetzten Produkten oder Leistungen zugeordnet.

Umsatzkosten

Umsatzkosten sind die Kosten, die den tatsächlich verkauften Produkten oder erbrachten Leistungen zugeordnet werden können.

Umsatzvolumen

Das Umsatzvolumen bezeichnet den Gesamtumfang der in einem bestimmten Zeitraum erzielten Umsätze. Es kann sich auf ein Unternehmen, eine Branche, ein Produkt oder einen Markt beziehen.

Umsatzwachstum

Umsatzwachstum liegt vor, wenn die Umsätze eines Unternehmens gegenüber einem Vergleichszeitraum steigen. Die Wachstumsrate wird häufig prozentual angegeben.

Umsatzrückgang

Ein Umsatzrückgang bezeichnet eine Verringerung der Umsätze gegenüber einem früheren Zeitraum. Ursachen können beispielsweise eine schwächere Nachfrage, Preisänderungen oder der Verlust von Kunden sein.

Umsatzsteuerliche Organschaft

Eine umsatzsteuerliche Organschaft liegt vor, wenn mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen umsatzsteuerlich als ein Unternehmen behandelt werden.

Umschlagshäufigkeit

Die Umschlagshäufigkeit gibt an, wie oft ein bestimmter Bestand innerhalb eines Zeitraums umgesetzt oder erneuert wird. Sie wird beispielsweise für Warenlager oder Forderungen berechnet.

Umschuldung

Eine Umschuldung ist die Ablösung bestehender Verbindlichkeiten durch einen neuen Kredit oder eine andere Finanzierung. Ziel ist häufig eine günstigere Verzinsung oder eine bessere Laufzeitstruktur.

Umstrukturierung

Eine Umstrukturierung ist die gezielte Veränderung von Aufbau, Abläufen oder Finanzierung eines Unternehmens. Sie kann beispielsweise zur Kostensenkung oder zur Anpassung an neue Marktbedingungen erfolgen.

Umtausch

Ein Umtausch bezeichnet die Rückgabe einer Ware und die Überlassung einer anderen Ware als Ersatz. Die Bedingungen richten sich nach dem Vertrag und den jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen.

Umtauschrecht

Ein Umtauschrecht erlaubt es einem Kunden, eine gekaufte Ware innerhalb bestimmter Bedingungen gegen eine andere Ware auszutauschen. Es kann vertraglich eingeräumt werden.

Umweltkosten

Umweltkosten entstehen durch Maßnahmen zum Schutz der Umwelt oder durch die Vermeidung, Beseitigung und Kompensation von Umweltbelastungen.

Umweltmanagement

Umweltmanagement umfasst alle organisatorischen Maßnahmen eines Unternehmens, mit denen Umweltbelastungen reduziert und Umweltziele umgesetzt werden sollen.

Umweltmanagementsystem

Ein Umweltmanagementsystem legt Strukturen, Verantwortlichkeiten und Prozesse fest, mit denen ein Unternehmen seine Umweltleistung kontinuierlich verbessert.

Unabhängigkeit

Unabhängigkeit bezeichnet im kaufmännischen und prüferischen Zusammenhang die Freiheit von Interessenbindungen, die eine objektive Beurteilung beeinträchtigen könnten.

Uneinbringliche Forderung

Eine uneinbringliche Forderung ist eine Forderung, bei der nicht mehr mit einer Zahlung des Schuldners gerechnet werden kann. Sie muss unter bestimmten Voraussetzungen ausgebucht oder wertberichtigt werden.

Unfertige Erzeugnisse

Unfertige Erzeugnisse sind Produkte, die sich am Bilanzstichtag noch in der Herstellung befinden und noch nicht vollständig fertiggestellt wurden.

Unkosten

Unkosten ist ein umgangssprachlicher Begriff für Kosten. In der modernen Kostenrechnung wird meist der präzisere Begriff „Kosten“ verwendet.

Unterdeckung

Eine Unterdeckung liegt vor, wenn die erzielten Erlöse oder verfügbaren Mittel nicht ausreichen, um die entstehenden Kosten oder den Finanzbedarf zu decken.

Unterhalt

Unterhalt bezeichnet im betrieblichen Zusammenhang laufende Aufwendungen für die Pflege, Wartung und Erhaltung von Gebäuden, Anlagen oder Betriebsmitteln.

Unterhaltskosten

Unterhaltskosten sind regelmäßig anfallende Kosten für die Instandhaltung und Nutzung von Gebäuden, Maschinen, Fahrzeugen oder anderen Betriebsmitteln.

Unterkapitalisierung

Unterkapitalisierung liegt vor, wenn ein Unternehmen im Verhältnis zu seinem Geschäftsumfang über zu wenig Eigenkapital verfügt. Dadurch kann die finanzielle Stabilität beeinträchtigt werden.

Unternehmensanalyse

Eine Unternehmensanalyse untersucht die wirtschaftliche Lage, Leistungsfähigkeit und Zukunftsperspektiven eines Unternehmens.

Unternehmensbeteiligung

Eine Unternehmensbeteiligung ist der Besitz eines Anteils an einem Unternehmen. Sie kann beispielsweise mit Stimmrechten, Gewinnansprüchen oder Mitspracherechten verbunden sein.

Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung ermittelt den wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens. Dabei können beispielsweise Ertragswert-, Substanzwert- oder Discounted-Cashflow-Verfahren eingesetzt werden.

Unternehmensfinanzierung

Unternehmensfinanzierung umfasst die Beschaffung und Verwendung von Kapital zur Gründung, Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung eines Unternehmens.

Unternehmensgewinn

Der Unternehmensgewinn ist der positive Unterschied zwischen den Erträgen und Aufwendungen eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums.

Unternehmensgröße

Die Unternehmensgröße wird anhand verschiedener Merkmale bestimmt, beispielsweise Umsatz, Bilanzsumme, Beschäftigtenzahl oder Marktanteil.

Unternehmensgründung

Eine Unternehmensgründung umfasst alle Maßnahmen zur Errichtung eines neuen Unternehmens. Dazu gehören unter anderem die Wahl der Rechtsform, Finanzierung und Gewerbeanmeldung.

Unternehmenskennzahlen

Unternehmenskennzahlen sind messbare Größen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation und Entwicklung eines Unternehmens. Beispiele sind Umsatzrendite, Eigenkapitalquote und Liquiditätsgrad.

Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge bezeichnet die Übertragung der Leitung oder des Eigentums an einem Unternehmen auf eine andere Person oder Gesellschaft.

Unternehmensorganisation

Unternehmensorganisation umfasst die Gestaltung von Strukturen, Zuständigkeiten und Abläufen innerhalb eines Unternehmens.

Unternehmenspolitik

Die Unternehmenspolitik beschreibt die grundlegenden Leitlinien, Werte und langfristigen Ausrichtungen eines Unternehmens.

Unternehmensstrategie

Die Unternehmensstrategie legt fest, welche langfristigen Ziele ein Unternehmen verfolgt und mit welchen Maßnahmen diese erreicht werden sollen.

Unternehmenswert

Der Unternehmenswert ist der wirtschaftliche Wert eines gesamten Unternehmens. Er wird beispielsweise bei Unternehmensverkäufen, Fusionen oder Beteiligungen ermittelt.

Unternehmerlohn

Der Unternehmerlohn ist die Vergütung für die Arbeitsleistung eines Unternehmers. In Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird er häufig als kalkulatorischer Kostenbestandteil berücksichtigt.

Unternehmergesellschaft

Die Unternehmergesellschaft, kurz UG, ist eine besondere Form der Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Sie kann mit einem vergleichsweise geringen Stammkapital gegründet werden.

Unternehmerrisiko

Das Unternehmerrisiko ist das wirtschaftliche Risiko, das eine Person oder Gesellschaft durch die Führung eines Unternehmens trägt.

Unternehmensliquidität

Die Unternehmensliquidität beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens, seine fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Unternehmensplanung

Die Unternehmensplanung umfasst die Festlegung zukünftiger Ziele sowie die Planung von Maßnahmen, Ressourcen, Umsätzen, Kosten und Finanzmitteln.

Unternehmensrechnung

Die Unternehmensrechnung umfasst die Verfahren und Instrumente zur Erfassung, Auswertung und Darstellung betrieblicher Geschäftsvorgänge.

Unternehmensrisiko

Das Unternehmensrisiko umfasst alle Unsicherheiten, die den wirtschaftlichen Erfolg oder den Fortbestand eines Unternehmens beeinträchtigen können.

Unternehmensverkauf

Ein Unternehmensverkauf ist die entgeltliche Übertragung eines Unternehmens oder von Unternehmensanteilen auf einen Käufer.

Unternehmensverbindlichkeiten

Unternehmensverbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen eines Unternehmens gegenüber Dritten. Dazu gehören beispielsweise Lieferantenkredite, Darlehen und sonstige Schulden.

Unternehmensvermögen

Das Unternehmensvermögen umfasst alle Vermögensgegenstände, die einem Unternehmen wirtschaftlich zugeordnet werden können.

Unternehmenswachstum

Unternehmenswachstum bezeichnet die Zunahme der wirtschaftlichen Größe oder Leistungsfähigkeit eines Unternehmens, beispielsweise durch steigende Umsätze, mehr Beschäftigte oder zusätzliche Standorte.

Unterschrift

Eine Unterschrift dient der persönlichen Kennzeichnung und Bestätigung eines Dokuments oder einer Erklärung. Im Geschäftsverkehr kann sie für die Wirksamkeit bestimmter Vereinbarungen erforderlich sein.

Unterzeichnung

Unterzeichnung bedeutet, dass eine Person ein Dokument durch ihre Unterschrift bestätigt. Dadurch kann eine rechtliche oder vertragliche Bindung entstehen.

Unterstützungskosten

Unterstützungskosten sind Aufwendungen für interne oder externe Unterstützungsleistungen, beispielsweise durch Verwaltung, IT, Beratung oder Serviceabteilungen.

Untervermietung

Untervermietung liegt vor, wenn ein Mieter die gemieteten Räume oder Flächen ganz oder teilweise an einen Dritten weitervermietet.

Unterzahlung

Eine Unterzahlung liegt vor, wenn ein Schuldner weniger bezahlt als den tatsächlich geschuldeten Betrag. Der offene Restbetrag bleibt grundsätzlich als Forderung bestehen.

Urlaubsgeld

Urlaubsgeld ist eine zusätzliche Zahlung des Arbeitgebers an Beschäftigte. Ein Anspruch kann sich aus einem Tarifvertrag, Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder betrieblicher Übung ergeben.

Urlaubsrückstellung

Eine Urlaubsrückstellung wird gebildet, wenn Mitarbeitende am Bilanzstichtag noch nicht genommenen Urlaub haben und dem Unternehmen daraus künftig Kosten entstehen.

Urkunde

Eine Urkunde ist ein schriftlich verkörpertes Dokument, das bestimmte Tatsachen oder Rechte beweist. Im Geschäftsverkehr kann sie beispielsweise bei Verträgen oder Beteiligungen eine Rolle spielen.

Urkundensteuer

Die Urkundensteuer ist eine Steuer, die in bestimmten Rechtsordnungen auf die Errichtung oder Ausstellung bestimmter Urkunden erhoben wird.